Zen in Rendsburg

Übungszeiten

Jeden Mittwoch findet ein Zen-Übungsabend in Rendsburg statt.

Nächste Termine: 15.11.17 (mit Dokusan)
22.11.17
29.11.17 (mit Dokusan)
Zeit: 19.00 - 21.00 Uhr
Ort: Am Holstentor 2
3. Etage (mobility and more)
Leitung: Peter Panten
Inhalt: Zazen, Kinhin, Sarei,
Rezitation, Dokusan oder Taiwa

Über uns

Zen in Rendsburg
ist ein Angebot für Menschen in Rendsburg und Umgebung, die die Zen-Übung für sich entdecken wollen. Hier besteht die Möglichkeit unter der Anleitung eines ausgebildeten Zen-Lehrers den Zen-Übungsweg zu praktizieren. Die Praxis orientiert sich an den Übungsabläufen, wie sie im Hokoji-Kloster in der Nähe Hamamatsus (Japan) durchgeführt werden.

Alle am Zen Interessierten, die an den Zen-Übungen in Rendsburg regelmäßig teilnehmen, sind Zen in Rendsburg. Unser Ziel ist es, vielen Menschen die Klarheit, Gelassenheit und Kraft des Zen zugänglich zu machen.

Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.

Zen

Zen
Zen ist eine in China ab dem 5.Jahrhundert nach Christus entstandene Linie des Mahayana-Buddhismus, verfolgt demgemäss die Befreiung und das Wohl aller fühlenden Wesen.

Der Name "Zen" stammt von dem Sanskritwort "Dhyana" ab, das in das Chinesische als Ch´an-na übertragen wurde und frei übersetzt so viel wie "Versenkung" bedeutet.

Die Wurzeln des Zen liegen zwar im Buddhismus, doch ist es nach Meinung vieler Zen-Meister nicht an eine bestimmte Religion gebunden.

Die Praktiken u. Lehren des Zen sind darauf gerichtet, zur Selbstwesensschau (Kensho) und schließlich zum vollen Erwachen (Satori) hinzuführen.

Die "3 Pfeiler des Zen" sind Meditation, Ethik und die v. Weisheit durchdrungene Erkenntnis der Wirklichkeit.

Die Weitergabe des Buddha-Dharma über eine ununterbrochene Kette der Übertragung von Meister an Schüler vollzieht sich seit Buddha Shakyamuni bis zum heutigen Tage jenseits der orthodoxen Lehre. Die Weitergabe des "Herz-Geistes" wird wie folgt beschrieben:

"Eine Übermittlung außerhalb jeglicher Doktrin, die sich weder auf Worte noch auf Schriften stützt, ein direktes Hinweisen auf des Menschen Herz. Wer sein eigenes Wesen schaut, ist ein Erwachter." (Buddha)


Rinzai-Zen
Die Schule des Rinzai-Zen geht auf den chinesischen Zen-Meister Lin-Chi-I-hsüan ( jap. Rinzai Gigen) zurück.

Sie ist eine der bedeutenden 3 Zen-Schulen, die heute noch in Japan lebendig sind.

Im Rinzai-Zen wird das vom historischen Buddha ausgeübte Zazen (Sitzen in Stille), das Arbeiten sowie "Koans" als Übungsmethode eingesetzt.

Diese Koans, die oftmals eine Begegnung zwischen Meister u. Schüler beschreiben, führen den Übenden durch bestimmte Fragestellungen dazu, seine gedanklichen Konzepte u.Vorstellungen loszulassen und zur direkten Erfahrung der "Wirklichkeit" durchzubrechen.

Die Koanarbeit erfolgt unter "4-Augen" direkt mit dem Zen-Meister.

Praxis

Die praktische Übung setzt sich im wesentlichen aus vier traditionellen Elementen zusammen: Zazen (= Sitzen), Kinhin (= Gehmeditation), Rezitation und Sarei (= Teetrinken) zusammen. Sie sind Bestandteil jeden Termins.

Zazen
ist das Sitzen in Stille mit geradem Rücken und möglichst überkreuzten Beinen. Sollte es aus körperlichen Gründen nicht möglich sein, diese Sitzhaltung einzunehmen, so besteht die Möglichkeit auf einem Stuhl oder Bänkchen zu praktizieren. Wir sitzen mit halb geschlossenen Augen, um die Umwelt nicht auszuschließen. Die Sitzrunden dauern 25 Minuten.

Kinhin
ist die Gehmeditation zwischen den Sitzrunden, bei der die gewonnene Achtsamkeit während der Bewegung beibehalten werden soll. Man geht in einer Reihe hintereinander im Gleichschritt und konzentriert sich auf die Gehbewegung.

Rezitation
ist der gemeinsame Sprechgesang zu Beginn und Ende jeder Veranstaltung. Es werden Schriften und Sutren unter der Begleitung von traditionellen Schlaginstrumenten rezitiert. Die Texte werden auf Japanisch und teilweise auf Deutsch rezitiert.

Sarei
ist das formelle gemeinschaftliche Trinken von grünem Tee.



weitere Übungselemente:

Dokusan und Koan-Schulung
mit dem Zen-Lehrer Peter Panten. Das Dokusan ist das persönliche Gespräch mit dem Zen-Lehrer. Im fortgeschrittenen Stadium der Zen-Übung werden in diesem Gespräch Koans besprochen. Dabei handelt es sich meist um kurze Lehrgeschichten aus dem Leben von Zenmeistern. Die Fragen zu diesen Koans können nicht durch logisches Nachdenken gelöst werden, in ihnen wird der direkte Erkenntnisprozess deutlich.

Taiwa
ist das Gespräch mit einem fortgeschrittenen Schüler oder dem Lehrer, wobei es hier vordringlich um Fragen zur Praxis geht. Im Taiwa werden keine Koans gestellt oder gelöst.

Teisho
Teishos sind Vorträge bzw. Lehrreden zu buddhistischen Themen, die in regelmäßigen Abständen stattfinden. Im Allgemeinen werden sie in formellem Rahmen durchgeführt, mit festgelegten zeremoniellen Elementen, z. B. Rezitationen, Räucherwerk...

Zen-Lehrer

Peter Panten

Jahrgang 1959, von Beruf Lehrer an einer Gemeinschaftsschule und auch als Gestalttherapeut tätig. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Im Jahre 1993 begann er im Zen-Kreis Kiel die aktive Zenübung. Unter der Leitung von Zenmeister Harry Mi Sho Teske durchlief er die Koan-Schulung des Rinzai-Zen. Im Jahre 2000 nahm er Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha. Im Jahre 2004 erhielt er von Harry Mi Sho Teske die Ordination als Laienschüler mit dem Namen „Großes Erwachen“. Im Jahre 2008 wurde er von Harry Mi Sho Teske als Zen-Lehrer und Dharmanachfolger bestimmt. Es folgte die Ordination zum Zen-Mönch mit dem Mönchsnamen Daikaku im Jahre 2016. Sein Anliegen besteht zum einen darin, den Übungsweg des Zen zu erhalten und zugleich diesen Weg möglichst vielen Menschen des Westens zugänglich zu machen. Er möchte die Übungsform so weiter entwickeln, dass die Übung ihr Ziel erreicht, Egoismen abzulegen und zum wahren Kern des Menschen vorzudringen. Doch soll die Lebensweise in einer modernen, westlichen Gesellschaft berücksichtigt werden. Die traditionellen Übungsmethoden dienen dazu, den Menschen zu den ‘Vier Göttlichen Verweilungen’ (Brahmaviharas) zu verhelfen: Liebende Güte allen Wesen gegenüber, Mitgefühl, Freude über das Glück anderer und Gleichmut.

Harry Mi Sho Teske

Jahrgang 1958 und gelernter Zimmermann, begegnete der Zen-Übung erstmals 1981 auf der Walz. Während einer Reise in Indien lernte er dort den Buddhismus kennen und praktiziert seit 1985 intensiv Zazen. 1991 wurde er im Kloster Hoko-ji, Japan, zum Mönch ordiniert. Sein Mönchsname lautet "Mi Sho", was in etwa "Gewisses Lächeln" bedeutet. 1996 erhielt er Shiho von seinem Lehrer Bigan Rei Shin Roshi (Wolf-Dieter Nolting), dem ersten deutschen Dharmanachfolger von Oi Saidan Roshi, Abt des Zen-Klosters Hoko-ji in Japan, und damit den offiziellen Lehrauftrag und die Dharmanachfolge Inka Shomei. Harry Mi Sho Teske hat zwei Kinder, ist verheiratet und arbeitete 13 Jahre lang als Diplom - Sozialpädagoge und Therapeut, davor als Musiker, Zimmermann und Stahlbetonbauer. Seine Übung beinhaltet insbesondere die bewußte und verantwortliche Lebensführung, die Übung des Zazen - "Sitzen in Stille" - und die Beschäftigung mit buddhistischen Lehrinhalten. Besonderen Schwerpunkt legt er auf die Umsetzung der buddhistischen Lebenspraxis im Alltag der westlichen Kultur. Harry Mi Sho Teske ist Zenmeister im Zen-Kreis Kiel.

Bigan Rei Shin Roshi (Wolf-Dieter Nolting)

Jahrgang 1949, war bis 1998 Rechtsanwalt und Notar in Bremen. 1973 begann er die Übung des Zazen und das Zen-Studium. Seine wichtigsten Lehrer waren die japanischen Zen-Lehrer Nagaya Roshi und Oi Saidan Roshi. 1986 wurde er im japanischen Zen-Kloster Myoshin-ji zum Mönch ordiniert und 1987 von Oi Saidan Roshi als Lehrer und als sein erster deutscher Dharma-Nachfolger bestimmt. Wolf-Dieter Nolting ist verheiratet und lebt und lehrt auf einem restaurierten Bauernhof in Malkwitz bei Bad Malente.

Gebühren

Die Teilnahme zur Probe an den ersten beiden Übungsabenden ist kostenfrei.

Preis für die Teilnahme
an einem Übungsabend
8,00 €
Abo für einen Übungsabend
pro Woche
(keine Mindestlaufzeit,
2-wöchige Kündigungsfrist)
monatlich 24,00 €

Kontakt

Peter Panten
Windmühlenberg 11
24796 Bovenau
Tel: 04334-189843
E-Mail: info@peter-panten.de

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